Wir über uns

Die Selbsthilfe Prostatakrebs ist eine österreichweite gemeinnützige Organisation, die gegen Prostatakrebs kämpft und Betroffene und Angehörige unterstützt. Sie ist als Verband organisiert und konfessionell und politisch neutral.

Ziele der Selbsthilfegruppe

  • Wir wollen den von Prostatakrebs Betroffenen die Möglichkeit bieten, in der Gruppe mit Gleichbetroffenen über die eigenen Befürchtungen, Probleme und Konflikte zu sprechen, dabei eigene Erfahrungen und Gefühle zu äußern, um sich über Verstehen und Lernen wechselseitig helfen zu können.
  • Bei Vortragsveranstaltungen bieten wir die Gelegenheit, den Fachvortrag eines Experten zu hören und anschließend das Thema mit ihm zu diskutieren.
  • Die Betroffenen sollen „mündige Patienten” werden, die über ihre Krankheit informiert sind und in „eigener“ Verantwortung in der Beratung mit ihren Ärzten über die für sie angemessene Therapie entscheiden.

Treffen

Wir treffen uns im allgemeinen jeweils am 1. oder/und 3. Montag im Monat  um 18 Uhr in der

Selbshilfe Prostatakrebs
Oberen Augartenstraße 26 – 28
1020 Wien

Alle Veranstaltungen werden auch auf unserer Website unter der Rubrik “Veranstaltungen” angekündigt.
Persönliche oder telefonische Auskunft geben wir jeden Dienstag von 17:00 bis 19:00 Uhr und jeden Donnerstag von 10:00 bis 12:00 Uhr in unserem Verein. Unseren Zielen entsprechend wechseln wir in der Regel ab zwischen reinen Gruppentreffen mit Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen und Treffen mit einem Vortrag durch einen Experten mit anschließender Diskussion.

Die Informationen dieser Website und auch unserer Veranstaltungen können und dürfen den persönlichen Kontakt zum Arzt, Psychologen oder Sozialarbeiter nicht ersetzen. Sie soll Ihnen aber dabei helfen, mehr über Ihre Erkrankung und deren Behandlung zu erfahren, und Ihnen die Möglichkeit bieten, Antworten auf einige Fragen nochmals in Ruhe nachlesen zu können. Die Tatsache, an einer bösartigen Erkrankung zu leiden, ist für niemanden leicht zu verkraften. Doch Ihre Ängste und Befürchtungen können abnehmen, wenn Sie wissen, was mit Ihnen geschieht. Helfen Sie mit, Ihre Krankheit aktiv zu bekämpfen!

Wir hoffen, dass wir Sie  dabei unterstützen können, das Leben mit Ihrer Erkrankung zu bewältigen, und wünschen Ihnen alles Gute. Darüber hinaus helfen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Selbsthilfe Prostatakrebs auch gerne persönlich weiter. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns einfach!

Mitgliedschaft und Mitarbeit im Verein

Die Mitgliedschaft im Verein kostet pro Jahr € 30 im Halbjahr € 15. Eintrittsgebühr € 10. Die vielen Aktivitäten und Vorträge von absoluten Spitzenfachleuten erfordert einiges an Organisationsarbeit. Wir sind für jede aktive Mitarbeit unserer Mitglieder dankbar! Wenn Sie Interesse daran haben, Mitglied zu werden, schreiben Sie uns eine Mail unter info@prostatakrebse.at

Die Gründung der Selbsthilfe Prostatakrebs

Im September 1997 trafen sich 30 Menschen zum Thema Prostatakrebs im Medizinischen Selbsthilfezentrum Martha Frühwirt, um über die Möglichkeit der Gründung einer Selbsthilfegruppe zu beraten. Unter diesen 30 Personen waren elf betroffene Prostatakrebspatienten, die beschlossen einen Verein zu gründen.

Am 03. November 1997 kam es zur konstituierenden Sitzung der Vereinsgründung und damit sind wir der älteste Verein für Prostatakrebspatienten in Österreich. Wir hielten einmal monatlich Vorträge im Festsaal des Zentrums und waren zweimal wöchentlich für Patienten in unserem Büro persönlich und telefonisch erreichbar.

Der derzeitige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Obmann: Ekkehard Franz Büchler
Obmann Stv.: DI Werner Pokstefl
Schriftführer: Dr. Karl Anibas
Schriftführer Stv.: Heinz Czadek
Kassier: Helga Platzer
Kassier Stv.: Mag. Wolfgang Hobl

Unsere Zusammenarbeit mit den Ärzten

Wir hatten von Anfang an mit “unseren” Urologen ein sehr gutes Verhältnis, obwohl wir zu Beginn natürlich etwas skeptisch beobachtet wurden. Was uns noch nicht gelungen ist, obwohl es bereits angesprochen ist, ist eine formelle Zusammenarbeit mit der ÖGU (Österreichische Gesellschaft für Urologie) wie dies unser Europäischer Dachverband „Europa Uomo“ mit der EAU, der Europäischen Gesellschaft für Urologie hat. Mit dem Berufsverband der Österreichischen Urologen sind wir derzeit diesbezüglich in freundlicher Absprache, um die Zusammenarbeit zu intensivieren. Wir konnten immer Urologen, Onkologen und Strahlenbehandler finden, die bei uns einen Vortrag halten wollen. Seit Vereinsgründung wurden bei uns schon über 200 Vorträge abgehalten.

Nutzen von Selbsthilfegruppen

Mehrere hunderttausend Menschen in Europa sind Mitglieder in einer Selbsthilfegruppe. Die Selbsthilfegruppen bieten ein solides soziales Netzwerk, wo Betroffene und Angehörige sich mit ihrer eigenen Erfahrung aktiv einbringen, Raum schaffen für seelische Nöte, Informationen austauschen und Themen enttabuisieren. Gerade in der heutigen Zeit, in der die traditionellen Strukturen von Familien und Netzwerken dünner werden, bilden Selbsthilfegruppen einen wichtigen Anker im Leben vieler Menschen.

Wer mit einer chronischen Erkrankung oder mit seelischen Belastungen konfrontiert ist, kommt mit seinen Problemen umso besser zurecht, je mehr er oder sie darüber weiss. Zu diesem Wissen gehören neben medizinisch-wissenschaftlichen Fachkenntnissen auch die eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen anderer. Mit der Unterstützung einer Selbsthilfegruppe können Betroffene zu Expertinnen und Experten werden, vor allem auch dann, wenn es sich um seltene oder wenig erforschte Krankheiten handelt. Damit können die Folgen einer Krankheit oder Belastung gemildert werden. Die Betroffenen tun sich so leichter, ihren Alltag und ihren Beruf zu meistern.

Selbsthilfegruppen schaffen also nicht nur ein Zugehörigkeitsgefühl, sondern bilden kompetente Patientinnen und Patienten aus. Diese tragen dazu bei, das Wissen über bestimmte Krankheiten auch über den Kreis der Betroffenen hinaus zu erweitern. Sie leisten damit einen Beitrag zur besseren Behandlung dieser Krankheiten.

Begriffsdefinitionen Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die gemeinsam ein für sie wichtiges Thema bearbeiten. Selbstverantwortung und gegenseitige Unterstützung sind tragende Elemente in Selbsthilfegruppen. In der Gruppe werden Erfahrungen und Informationen ausgetauscht, Fachwissen und praktische Bewältigungshilfen für den Alltag erarbeitet. Die Orientierung an den Ressourcen ist ein zentrales Anliegen. Die Gruppen werden nicht fachbegleitet. Die Gesprächsleitung wird von Selbsthilfegruppenmitgliedern übernommen.

Kriterien für den Betrieb von Selbsthilfegruppen

  • sind auf unmittelbar persönlichen Kontakten beruhende Gruppen.
  • bieten den Austausch zwischen Menschen in ähnlichen Lebenssituationen, als Direktbetroffene oder Angehörige.
  • basieren auf den persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen der Mitglieder.
  • basieren auf freiwilliger Teilnahme.
  • sind private Initiativen. Sie arbeiten in eigenem Auftrag. Die Mitglieder sind gemeinsam für das Wohl der Gruppe verantwortlich.
  • treffen sich je nach Möglichkeiten und Bedarf in unterschiedlichen Rhythmen. Die Treffen finden regelmäßig statt.
  • leiten sich selber, sie werden nicht durch eine Fachperson geleitet. Die Leitungsform wird unter den Mitgliedern geregelt.
  • richten ihre Ziele und ihre Arbeit neutral aus (keine sektiererische Absichten).
  • halten sich an ethische, moralische und rechtliche Normen und Gesetze.
  • arbeiten nicht gewinnorientiert. (Das heisst nicht, dass Angebote immer kostenfrei sein müssen. Es können z.B. Unkostenbeiträge für Raummiete, Kopiernutzung oder ähnliches erhoben werden)
  • die Mitglieder verpflichten sich zur Schweigepflicht gegen außen.

Quelle: Max Lippuner, Präsident von Europa Uomo Switzerland (2015)